Moin – wenn Du bei „KI“ innerlich kurz zwischen „braucht doch keiner“ und „WOW, jetzt können wir alles selbst machen!“ pendelst:
Willkommen im ganz normalen Sturm im Wasserglas. Genau diese Spannbreite begegnet uns ständig – und sie ist völlig verständlich.
Die gute Nachricht: KI ersetzt keine Kreativität – sie verstärkt sie.
Und wenn Du sie richtig einsetzt, wirkt Dein Marketing nicht wie Baukasten, sondern wie Marke mit rotem Faden.
Warum KI so oft „nach KI“ klingt
„KI-Text“ erkennt man meist daran, dass er…
- geschniegelt klingt, aber nichts meint,
- sehr korrekt ist, aber ohne Haltung,
- viel sagt, aber niemanden wirklich anspricht.
Das passiert, wenn KI als Lösung genutzt wird – statt als Partner. Und wenn die Markenstimme nicht klar ist. Genau darum geht’s: Du gibst den Kurs vor. KI hilft beim Segelsetzen.
Der wichtigste Grundsatz: KI ist Werkzeug – nicht Ersatz
KI ist stark bei Routinen, Struktur und Varianten. Sie schafft Raum für Strategie und echte Beziehungen – aber sie nimmt Dir nicht die Verantwortung für Qualität ab.
Oder anders gesagt:
KI liefert Rohmaterial. Du machst daraus Marke.
Wofür KI im Marketing wirklich taugt (und zwar sofort)
KI hilft Dir vor allem da, wo im Alltag Zeit, Nerven und Kapazitäten knapp sind:
- Zielgruppen- und Persona-Impulse (schneller sortieren, besser zuspitzen)
- Content-Ideen & Textentwürfe (Varianten, Einstiege, Headlines, Gliederungen)
- Social-Planung & Visual-Ideen (Formate, Serien, Bildideen)
- Mediaplanung, Reporting, Optimierung (Auswertungen lesen, Learnings ableiten)
- Admin-Entlastung: E-Mails, Protokolle, Berichte, Zusammenfassungen
- Customer Experience: Standardfragen beantworten, Muster erkennen, Prozesse verbessern
Und ja: 3 Kampagnenideen in 20 Minuten statt 3 Stunden Brainstorming ist realistisch – wenn Du vorher weißt, wonach Du suchst.
So machen wir das selbst: KI als zusätzlicher Marketing-Mitarbeiter
Damit Du ein Gefühl dafür bekommst, wie KI im Alltag wirklich funktioniert:
Wir nutzen KI auch in der Agentur – nicht als Spielerei, sondern als Werkzeug,
um unsere Kunden schneller und gezielter voranzubringen.
Konkret bauen wir für Unternehmen künstliche Marketing-Mitarbeiter. Das sind keine „Chatbots von der Stange“, sondern KI-Assistenzen, die nach einem gemeinsamen Workshop bei uns punktgenau auf Dein Unternehmen programmiert werden:
- mit Deiner Zielgruppe,
- Deinem Angebot,
- Deinem Ton,
- Deinen wiederkehrenden Fragen,
- und Deinem roten Faden vom ersten Kontakt bis zur Anfrage.
Das Ergebnis: Du hast einen digitalen Kollegen, der Dir im Marketingalltag hilft – zum Beispiel beim Formulieren, Strukturieren, Ideen liefern, Varianten schreiben oder auch beim Vorbereiten von Kampagnen.
Schneller, konsistenter und näher an Deiner Marke.
So vermeidest Du den Baukasten-Effekt: 5 Regeln für KI mit Markenstimme
1) Gib der KI Deine Leitplanken, nicht nur ein Thema
Bevor Du nach „einem Text“ fragst, leg fest:
- Zielgruppe
- Ziel der Botschaft
- Ton (z. B. klar, nordisch, wertschätzend)
- Haltung (wofür stehst Du, wofür nicht?)
- gewünschte Handlung (CTA)
Ohne diese Leitplanken wird jeder Text beliebig – egal ob mit oder ohne KI.
2) Arbeite in Schritten, nicht „ein Prompt – ein Wunder“
KI ist am besten als Sparring:
- Ideen sammeln
- Struktur bauen
- Variante schreiben
- schärfen (Ton, Beispiele, Klarheit)
- kürzen und polieren
So entsteht Qualität – nicht durch den ersten Wurf.
3) Lass KI nur das tun, was sie gut kann: Varianten, nicht Wahrheit
KI kann Dir helfen, schneller zu denken und besser zu formulieren. Aber Fakten, Referenzen, Zahlen und Aussagen: immer prüfen.
4) Qualitätssicherung ist Pflicht
Ein kurzer Check reicht oft:
- Klingt das nach Dir?
- Ist der Nutzen klar?
- Gibt es echte Beispiele statt Floskeln?
- Ist der nächste Schritt eindeutig?
5) Von innen nach außen: Erst Klarheit, dann Output
Wenn Prozesse und Verantwortlichkeiten intern chaotisch sind, macht KI das nicht besser – sie macht Chaos nur schneller. Erst Klarheit intern, dann Output nach außen.
Mini-Playbook: Dein KI-Workflow für einen Blogartikel (ohne Baukasten)
Schritt 1 – Briefing (Du):
- Für wen schreibe ich?
- Was soll der Leser am Ende verstanden haben?
- Was soll er als Nächstes tun?
Schritt 2 – Struktur (KI):
„Mach mir 3 Gliederungen mit unterschiedlichen Einstiegen: Story, Problem, provokante These.“
Schritt 3 – Rohtext (KI):
„Schreib Abschnitt 1–3 in unserem Ton: klar, wertschätzend, norddeutsch-leicht, ohne Floskeln.“
Schritt 4 – Markenstimme (Du + KI):
Du gibst 2–3 echte Beispiele aus Deinem Alltag. KI baut sie sauber ein.
Schritt 5 – Qualitätskontrolle (Du):
Kürzen. Schärfen. CTA glasklar. Fertig.
Und was ist mit Datenschutz und Urheberrecht?
Dass diese Fragen kommen, ist normal. Praktisch heißt das für Dich:
- Keine personenbezogenen Daten (Kunden- und Mitarbeiterdaten) in öffentliche KI-Tools geben.
- Interne Richtlinien festlegen: Was darf rein, was nicht?
- Material prüfen: KI-Output ist Rohstoff – die Verantwortung für Veröffentlichung liegt bei Dir.
Zusammenfassend betrachtet:
KI bringt Tempo, Varianten und Struktur – aber die Marke bringst Du.
Wenn Du KI als Partner nutzt, mit klarer Markenstimme und sauberer Qualitätskontrolle, wirkt Dein Marketing nicht wie Baukasten,
sondern wie das, was es sein soll: ein roter Faden, der Vertrauen aufbaut.
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