KI im Marketing: So nutzt Du sie,  ohne dass es nach Baukasten klingt 

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Moin – wenn Du bei „KI“ innerlich kurz zwischen „braucht doch keiner“ und „WOW, jetzt können wir alles selbst machen!“ pendelst: 

Willkommen im ganz normalen Sturm im Wasserglas. Genau diese Spannbreite begegnet uns ständig – und sie ist völlig verständlich. 

Die gute Nachricht: KI ersetzt keine Kreativität – sie verstärkt sie. 
Und wenn Du sie richtig einsetzt, wirkt Dein Marketing nicht wie Baukasten, sondern wie Marke mit rotem Faden

Warum KI so oft „nach KI“ klingt 

„KI-Text“ erkennt man meist daran, dass er… 

  • geschniegelt klingt, aber nichts meint, 
  • sehr korrekt ist, aber ohne Haltung, 
  • viel sagt, aber niemanden wirklich anspricht. 

Das passiert, wenn KI als Lösung genutzt wird – statt als Partner. Und wenn die Markenstimme nicht klar ist. Genau darum geht’s: Du gibst den Kurs vor. KI hilft beim Segelsetzen. 

Der wichtigste Grundsatz: KI ist Werkzeug – nicht Ersatz 

KI ist stark bei Routinen, Struktur und Varianten. Sie schafft Raum für Strategie und echte Beziehungen – aber sie nimmt Dir nicht die Verantwortung für Qualität ab. 

Oder anders gesagt: 
KI liefert Rohmaterial. Du machst daraus Marke. 

Wofür KI im Marketing wirklich taugt (und zwar sofort) 

KI hilft Dir vor allem da, wo im Alltag Zeit, Nerven und Kapazitäten knapp sind: 

  1. Zielgruppen- und Persona-Impulse (schneller sortieren, besser zuspitzen) 
  1. Content-Ideen & Textentwürfe (Varianten, Einstiege, Headlines, Gliederungen) 
  1. Social-Planung & Visual-Ideen (Formate, Serien, Bildideen) 
  1. Mediaplanung, Reporting, Optimierung (Auswertungen lesen, Learnings ableiten) 
  1. Admin-Entlastung: E-Mails, Protokolle, Berichte, Zusammenfassungen 
  1. Customer Experience: Standardfragen beantworten, Muster erkennen, Prozesse verbessern 

Und ja: 3 Kampagnenideen in 20 Minuten statt 3 Stunden Brainstorming ist realistisch – wenn Du vorher weißt, wonach Du suchst. 

So machen wir das selbst: KI als zusätzlicher Marketing-Mitarbeiter 

Damit Du ein Gefühl dafür bekommst, wie KI im Alltag wirklich funktioniert: 
Wir nutzen KI auch in der Agentur – nicht als Spielerei, sondern als Werkzeug, 

um unsere Kunden schneller und gezielter voranzubringen. 

Konkret bauen wir für Unternehmen künstliche Marketing-Mitarbeiter. Das sind keine „Chatbots von der Stange“, sondern KI-Assistenzen, die nach einem gemeinsamen Workshop bei uns punktgenau auf Dein Unternehmen programmiert werden: 

  • mit Deiner Zielgruppe, 
  • Deinem Angebot, 
  • Deinem Ton, 
  • Deinen wiederkehrenden Fragen, 
  • und Deinem roten Faden vom ersten Kontakt bis zur Anfrage. 

Das Ergebnis: Du hast einen digitalen Kollegen, der Dir im Marketingalltag hilft – zum Beispiel beim Formulieren, Strukturieren, Ideen liefern, Varianten schreiben oder auch beim Vorbereiten von Kampagnen. 

Schneller, konsistenter und näher an Deiner Marke. 

So vermeidest Du den Baukasten-Effekt: 5 Regeln für KI mit Markenstimme 

1) Gib der KI Deine Leitplanken, nicht nur ein Thema 

Bevor Du nach „einem Text“ fragst, leg fest: 

  • Zielgruppe 
  • Ziel der Botschaft 
  • Ton (z. B. klar, nordisch, wertschätzend) 
  • Haltung (wofür stehst Du, wofür nicht?) 
  • gewünschte Handlung (CTA) 

Ohne diese Leitplanken wird jeder Text beliebig – egal ob mit oder ohne KI. 

2) Arbeite in Schritten, nicht „ein Prompt – ein Wunder“ 

KI ist am besten als Sparring: 

  1. Ideen sammeln 
  1. Struktur bauen 
  1. Variante schreiben 
  1. schärfen (Ton, Beispiele, Klarheit) 
  1. kürzen und polieren 

So entsteht Qualität – nicht durch den ersten Wurf. 

3) Lass KI nur das tun, was sie gut kann: Varianten, nicht Wahrheit 

KI kann Dir helfen, schneller zu denken und besser zu formulieren. Aber Fakten, Referenzen, Zahlen und Aussagen: immer prüfen

4) Qualitätssicherung ist Pflicht 

Ein kurzer Check reicht oft: 

  • Klingt das nach Dir? 
  • Ist der Nutzen klar? 
  • Gibt es echte Beispiele statt Floskeln? 
  • Ist der nächste Schritt eindeutig? 

5) Von innen nach außen: Erst Klarheit, dann Output 

Wenn Prozesse und Verantwortlichkeiten intern chaotisch sind, macht KI das nicht besser – sie macht Chaos nur schneller. Erst Klarheit intern, dann Output nach außen. 

Mini-Playbook: Dein KI-Workflow für einen Blogartikel (ohne Baukasten) 

Schritt 1 – Briefing (Du): 

  • Für wen schreibe ich? 
  • Was soll der Leser am Ende verstanden haben? 
  • Was soll er als Nächstes tun? 

Schritt 2 – Struktur (KI): 
„Mach mir 3 Gliederungen mit unterschiedlichen Einstiegen: Story, Problem, provokante These.“ 

Schritt 3 – Rohtext (KI): 
„Schreib Abschnitt 1–3 in unserem Ton: klar, wertschätzend, norddeutsch-leicht, ohne Floskeln.“ 

Schritt 4 – Markenstimme (Du + KI): 
Du gibst 2–3 echte Beispiele aus Deinem Alltag. KI baut sie sauber ein. 

Schritt 5 – Qualitätskontrolle (Du): 
Kürzen. Schärfen. CTA glasklar. Fertig. 

Und was ist mit Datenschutz und Urheberrecht? 

Dass diese Fragen kommen, ist normal. Praktisch heißt das für Dich: 

  • Keine personenbezogenen Daten (Kunden- und Mitarbeiterdaten) in öffentliche KI-Tools geben. 
  • Interne Richtlinien festlegen: Was darf rein, was nicht? 
  • Material prüfen: KI-Output ist Rohstoff – die Verantwortung für Veröffentlichung liegt bei Dir. 

Zusammenfassend betrachtet: 

KI bringt Tempo, Varianten und Struktur – aber die Marke bringst Du
Wenn Du KI als Partner nutzt, mit klarer Markenstimme und sauberer Qualitätskontrolle, wirkt Dein Marketing nicht wie Baukasten, 

sondern wie das, was es sein soll: ein roter Faden, der Vertrauen aufbaut. 

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