KI im Marketing: So nutzt Du sie, ohne dass es nach Baukasten klingt 

·

·

In den letzten Jahren hat KI ordentlich Fahrt aufgenommen und ja: Das hat die Werbe- und Marketingbranche kräftig durchgeschüttelt. Was früher sauber getrennt war (Text, Design, Planung, Ausspielung), hängt heute enger zusammen.  
 
UND vieles geht schneller, manches ist auch verwirrender. 

Früher wurden wir in der Branche gern als „Pixelschubser“ belächelt. Heute sind wir oft eher Koordinatoren von Tools: Wir geben Befehle, wir orchestrieren Workflows, wir prüfen Ergebnisse und wir drücken Kreativität auf neue Art aus. Nicht weniger kreativ, nur anders. 

Für Unternehmen fühlt sich diese Veränderung sehr ähnlich an.  
KI kann Arbeit erleichtern, wiederkehrende Prozesse verschlanken und ganze Aufgabenpakete an KI-gestützte Assistenzen übergeben. So bleibt mehr Raum fürs Wesentliche: am Unternehmen arbeiten, statt nur im Unternehmen zu rennen.  

Damit das gelingt, braucht es allerdings einen entscheidenden Unterschied:  
KI ist kein Ersatz für Klarheit.  
KI ist ein Verstärker.  
Das bedeutet: verstärken kann sie eben beides – Ordnung oder Chaos. 

Wieso KI so oft nach „Baukasten“ klingt 

Du erkennst Baukasten-Content meist sofort. Er ist korrekt, glatt, freundlich und irgendwie leer. Das passiert fast immer aus einem Grund: KI bekommt zu wenig Führung. 

Wenn Du nur sagst „Schreib mir einen Beitrag über XY“, dann bekommt Du eine durchschnittliche Version von allem, was dazu schon tausendmal geschrieben wurde. 

KI wird erst dann wertvoll, wenn Du ihr drei Dinge gibst: 

  1. Rolle (Wer spricht hier?) 
  1. Ziel (Was soll passieren?) 
  1. Markenstimme (Wie klingt das nach Dir?) 

Ohne diese Leitplanken entsteht Text, der zwar „professionell“ wirkt, aber nicht nach Dir. 

KI kann entlasten, aber Abgeben und Loslassen ist schwer 

Abgeben klingt in der Theorie leicht. In der Praxis hängt daran oft ein ganzer Sack Gefühle: 

  • „Dann mache ich mich doch austauschbar.“ 
  • „Dann verliere ich Kontrolle.“ 
  • „Dann wird es nicht so, wie ich es will.“ 

Und ganz ehrlich: Dieses „Das haben wir schon immer so gemacht“ begegnet uns nicht nur bei Mitarbeitenden es wohnt auch in uns selbst. Im Kopf, im Bauch, in der Gewohnheit. 

KI fordert genau hier eine neue Entscheidung: 
Willst Du weiterhin alles selbst machen, damit es sich sicher anfühlt? 
Oder willst Du so gestalten, dass Du wieder Luft bekommst für Führung, Entwicklung, Kunden, Strategie? 

KI kann dabei helfen. Aber sie nimmt Dir diese Entscheidung nicht ab. 

Das neue Problem: Mehr Informationen, mehr Unsicherheit 

Was mit KI ebenfalls gewachsen ist: die Menge.  
Ideen, Varianten, Möglichkeiten, Tools, Templates, Kanäle, Formate und das alles gleichzeitig. Und genau das führt bei vielen zu dem, was ich sehr treffend „Analyseparalyse“ nenne: Man schaut, liest, testet, vergleicht und kommt nicht ins Handeln. 

Denn wenn alles möglich ist, wird Priorität zum Engpass. 

Und hier gilt ein Satz, den man sich ruhig an den Bildschirm kleben darf: 
Wenn Du das Problem hast, hast Du auch die Lösung. (Bodo Schäfer) 

Die Lösung ist nicht „noch ein Tool“. 
Die Lösung ist ein roter Faden

Was KI im Marketing wirklich leisten kann – wenn Du sie richtig einsetzt 

KI ist besonders stark bei allem, was wiederkehrend ist: 

  • Ideen sammeln und sortieren 
  • Gliederungen erstellen 
  • Varianten schreiben (für verschiedene Plattformen, Zielgruppen, Tonalitäten) 
  • Zusammenfassen, kürzen, strukturieren 
  • Checklisten, FAQs, Argumentationshilfen erstellen 
  • Abläufe dokumentieren und Prozesse standardisieren 

Und genau dadurch entsteht etwas Wertvolles: Zeit. 
Zeit für Entscheidungen.  
Zeit für Kunden.  
Zeit für Positionierung.  
Zeit für Führung. 

Das ist der Kern: KI ist weniger „Zauberstab“ – und mehr Produktivitätsmotor, wenn Du sie sinnvoll in Deine Abläufe integrierst. 

Was das für unsere Kunden heißt 

Viele Unternehmen kommen zu uns, weil sie Marketing „irgendwie“ machen – aber es nicht greift. Sie hängen zwischen Ideen, Kanälen, Tools und Alltag fest. Genau hier setzen wir an: Wir helfen dabei, Analyseparalyse und Höcksken-auf-Stöcksken hinter sich zu lassen und wieder strategisch und zielgerichtet nach vorne zu kommen.  

Auf unserer Seite siehst Du auch, dass KI bei uns nicht nur ein Trendwort ist: Das Thema rückte spätestens 2023/2024 deutlich in den Fokus – inklusive Erweiterung des Portfolios um KI-basierte Akquisestrategien und Local SEO.  

KI ist für uns kein „neues Spielzeug“. Es ist ein Werkzeug, das wir in Strategie und Umsetzung so einsetzen, dass Unternehmen klarer kommunizieren, effizienter arbeiten und sichtbarer werden.  

KI-Content-Sparring: Der Unterschied zwischen „Prompten“ und „Positionieren“ 

Viele nutzen KI, um schneller Texte zu produzieren. 
Wir nutzen KI (und bringen es Unternehmen bei), um schneller zu Klarheit zu kommen. 

KI-Content-Sparring heißt: 

  • Du bringst Thema und Ziel mit. 
  • Wir schärfen Rolle, Ton und Struktur. 
  • KI liefert Varianten und Bausteine. 
  • Du bekommst einen Text, der nicht nach Baukasten klingt – sondern nach Marke. 

Denn Tempo ohne Richtung ist nur schnellerer Aktionismus. 

Checkliste: Texte, die mehr sind als Hülsen 

Wenn Du KI für Texte nutzt, geh diese Punkte durch – jedes Mal: 

  • Ohne Ziel ist KI Zeitverschwendung. Was ist das Ziel dieses Textes? 
  • In welcher Rolle sprichst Du? Geschäftsführer? Vertrieb? Experte? Mensch von nebenan? 
  • Gibt es Referenzen, wie gesprochen werden soll? Lade Beispiele hoch oder nenne 2–3 Texte, die den Ton treffen. 
  • Was willst Du erreichen? Vertrauen? Anfrage? Termin? Verständnis? 
  • Wen soll es ansprechen? Zielgruppe so konkret wie möglich. 
  • Was ist das Thema – und was sind Deine eigenen Gedanken dazu? (Stichpunkte reichen.) 
  • Welche Einwände hat der Leser im Kopf? Was muss beantwortet werden? 
  • Was soll der Betrachter als Nächstes tun? Ein klarer nächster Schritt (CTA). 

Wenn Du diese Leitplanken setzt, wird KI nicht zur Textmaschine. 
Sondern zu einem Assistenzsystem, das Dir hilft, schneller gute Entscheidungen zu treffen – und Texte zu schreiben, die nach Dir klingen. 

Wir freuen uns auf den Austausch mit dir 😉  



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert